Lernpaten

Qualitätskriterien

  1. Die Zielgruppe im Projekt „keiner darf verloren gehen“ sind Kinder im Grundschulalter mit besonderem Betreuungsbedarf. Dieser ergibt sich aus mindestens 2 Resilienz-Kriterien (z.B. familiäre Krise, Krankheit, Armut, Migration, Isolation usw. – vgl. „Leitlinien für den Einsatz ehrenamtlicher Lernpatinnen und Lernpaten, Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur Rheinland-Pfalz (MBWJK) Mai 2009, S. 5).

  2. Ziel der Lernpatenschaften ist die Stärkung und Stabilisierung der Kinder. Die Arbeit kann sich auf die soziale, die emotionale und / oder die kognitive Förderung beziehen. Wichtiger Bestandteil ist die Beziehungsarbeit, also der kontinuierliche, verlässliche und wertschätzende Kontakt der Ehrenamtlichen zum Kind.

  3. Die Lernpatenschaften werden in  der Regel in einer individuellen Beziehung zwischen Lernpatin/Lernpaten und Kind durchgeführt.

  4. Die Lernpatenschaften finden in der Schule statt oder an einem anderen neutralen Ort, niemals in der Familie der Kinder oder im Haus der Lernpatinnen oder Lernpaten.

  5. Lernpatinnen und Lernpaten sind immer qualifizierte Ehrenamtliche. Sie schließen mit dem Lernpatenzentrum vor Ort einen schriftlichen Vertrag als Arbeitsgrundlage. Die Einhaltung fachlicher Standards ist unabdingbares Kennzeichen der Arbeit im Projekt „keiner darf verloren gehen“. Diese beziehen sich auf Auswahl, Schulung, Coaching, Fortbildung der Lernpatinnen und Lernpaten und beinhalten auch erweiterte Führungszeugnisse sowie Datenschutz- und Schweigeverpflichtung.

  6. Die Schule schlägt die zu betreuenden Kinder vor. Sie gibt den Lernpatinnen/Lernpaten methodische und kindbezogene Unterstützung. Schule und Lernpatenzentrum arbeiten zum Wohle der Kinder und Patenschaften fachlich zusammen (Netzwerktreffen, Evaluation, Informationsaustausch, Beratung bei Konflikten).

  7. Im Sinne des Versicherungsschutzes haben die Patenschaften den Status von Schulveranstaltungen.

  8. Die Lernpaten/Lernpatinnen sollen nicht in Konkurrenz zu Fachdiensten kommen, sondern sie sinnvoll ergänzen. Eine Überversorgung von einzelnen Kindern sollte vermieden werden.

Das Projekt wird kontinuierlich dokumentiert und evaluiert. Alle Netzwerkpartner (insbesondere Lernpatenzentren, Schulen) tragen mit dazu bei. Details regeln die Kooperationsvereinbarungen.

Folgen Sie diesem Link um zu erfahren wo das Lernpatenprojekt „keiner darf verloren gehen“ aktiv ist!

http://goo.gl/maps/PxCwG